Individuelle Analyse, Training und Therapie
klettern fÜr die gesundheit

Kletterwand in Scheessel erschließt vielfältige Möglichkeiten

Da sieht man sie hängen – Kinder und Erwachsenen, die auch im Norden das Klettern für sich entdeckt haben. Denn für den Körper völlig egal, ob er nur 1 Zentimeter oder 200 Meter Luft unter dem Fuß hat (Man kennt diese spektakulären Bilder von Athleten, die ohne jegliche Sicherung über einem 200 Meter gähnenden Abgrund hängen). So findet das Klettern als innovative und vielschichtige Therapie - und Bewegungsform auch Einzug in Einrichtungen, die sich der Gesundheit und Bewegung verschrieben haben. Die aufragende Kletterwand weckt sofort die Neugier. Man will sie erobern. Mit der Konstruktion fühlen sich die Besucher an einen anderen Ort versetzt, gleichgültig aus welcher Perspektive Sie die Wand betrachten. Die Motivation ist sofort da und selbst Skeptiker hören nicht wieder auf, wenn der erste Schritt getan ist. Und um Hoch hinaus zu kommen, muß man nicht hoch hinaus klettern.

Die Hauptanwendungsgebiete für das Klettern sind Bewegungs- und Gelenkfunktionsstörungen sowohl bei Kindern, als auch beim Erwachsenen . Bei Beschwerdebildern wie beispielsweise Wirbelsäulenverkrümmungen und Bandscheibenproblematiken, aber auch bei Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken oder bei der postoperativen Behandlung nach Kreuzbandoperationen stellen die Übungen an der Kletterwand eine ideale Therapieform dar. Darüber hinaus lassen sich schmerzhafte und bewegungseingeschränkte Schultergelenke, unterschiedlichste Haltungsschäden besonders im Jugendalter, wie z.B. Morbus Scheuermann oder Skoliose mit dieser jungen Therapieform besonders gut behandeln. Auch Defizite in der Schule, wie zum Beispiel Lese-Rechtschreib-Probleme, können durch das kontinuierliche (über-) kreuzen in der Kletterbewegung mit großem Erfolg behandelt werden. Dies lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass über das Kreuzen der Körpermitte die zwei Gehirnhälften besser organisiert (verschaltet) werden, wodurch sich wiederum eine deutlich verbesserte Leistungsfähigkeit des Gehirns erreichen lässt. Das in der heutigen Zeit immer häufiger auftretende ADL-Syndrom, mit Konzentrationsschwäche und ständiger Unruhe, bei Kindern und Jugendlichen lässt sich durch die Klettertherapie ebenfalls gut in den Griff bekommen.

Das Klettern kann sehr umfangreich und individuell gestaltet werden. Der Erfolg einer so aktiven Therapieform, wie der des “Therapeutischen Kletterns“, hängt nicht zuletzt stark von der Motivation des Patienten ab, wobei in diesem Zusammenhang auch festgestellt werden konnte, dass die Leistungsbereitschaft von Patienten aufgrund verschiedener Aspekte an der Kletterwand sehr hoch ist.

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